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Was heute wichtig ist:
 
 
1. Top-Thema: Der letzte Braumeister vom Hohen Wall
 
 
2. Entscheider der Woche: Hendrik Zeiß
 
 
3. Zitat der Woche: Drohanrufe nach „Nius“-Artikel
 
 
4. Newsflash: Investoren ringen um Raiffeisen-Silo
 
 
5. Zahl der Woche: Kaufhaus-Ruine in Dortmund am Wendepunkt
 
   
 
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  Heute von Dennis Pesch  
 
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
  wann waren Sie zuletzt in der Hövels Hausbrauerei? Ich war vor einigen Monaten privat dort, kürzlich dann noch einmal beruflich. Damals wurde dort noch Bier gebraut. Doch Ende Februar ist das letzte Hövels, das in der kleinen Hausbrauerei gebraut wurde, über den Tresen gegangen. Die Gastronomie gibt es weiterhin, doch mit der Schließung der Brauerei hat nun offiziell die Brauanlage am Hohen Wall ihren Dienst getan.

Wir haben uns kürzlich mit Felix Jäger getroffen. Er hat das letzte Bier am Hohen Wall gebraut und ich hätte mir keinen besseren Braumeister für diese Aufgabe vorstellen können. Aus Jäger sprach die Leidenschaft für die Bierproduktion. Als Journalist weiß ich nie so wirklich, was bei so einem Termin auf mich zukommt. Felix Jäger hat mich mit seiner trockenen, ostwestfälischen Art schnell mitgenommen.

Die Dortmunder Brauereien und die Radeberger Gruppe dahinter haben den Brau-Standort aber nicht aufgegeben, um unbedingt eine Tradition zu beenden. Das Ende des Brauprozesses in der Hövels-Gastronomie am Hohen Wall ist deshalb auch unser heutiges Top-Thema. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen, denn Felix Jäger hat mehr als ein Zitat gesagt, das zumindest mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
 
  Ihr Dennis Pesch  
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TOP-THEMA

 
  Felix Jäger braute das letzte Hövels am Hohen Wall  
  Darum geht es: In der Hövels Hausbrauerei am Hohen Wall wird kein Bier mehr gebraut. Mit Felix Jäger (35) endet damit eine Tradition, die bis ins Jahr 1854 zurückreicht. Acht Jahre lang war er Brauer und Betriebsleiter in dem kleinen Sudhaus – jetzt steht er ein letztes Mal vor den Kesseln, die er noch vor wenigen Wochen poliert hat. Das Restaurant bleibt, doch die Produktion wird eingestellt. Jäger ist damit der letzte Hausbrauer an diesem Ort.  
       
  Der letzte Braumeister der Hövels Hausbrauerei war Felix Jäger. © Schütze  
  Darum ist es wichtig: Die Entscheidung zeigt, wie stark wirtschaftlicher Druck selbst traditionsreiche Standorte verändert. Kleine Sudhäuser arbeiten deutlich weniger effizient als große Brauereien – bei gleichen Prozesszeiten, aber geringerer Ausbeute. Steigende Energie- und Betriebskosten machen solche Konzepte zunehmend unrentabel. Für Dortmund ist das ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die Brauereistruktur weiter konzentriert.  
 

„Ich kann nicht malen, ich kann nicht singen, kein Instrument spielen. Aber über Bier nachdenken, das kann ich ganz gut.“


Felix Jäger, ehemaliger Braumeister der Hövels Hausbrauerei
 
  Das ist Jägers Geschichte: Der Ostwestfale kam 2011 zum Studium nach Dortmund, brach die Informatik jedoch ab und machte eine Ausbildung zum Brauer. Schon als Jugendlicher experimentierte er mit eigenen Suden. In Hövels fand er schließlich seine erste Festanstellung – und blieb. Hier machte er alles: brauen, kontrollieren, erklären, organisieren. Besonders reizte ihn das Entwickeln neuer Biere, vom Rotbier bis zum Stout. „Über Bier nachdenken, das kann ich ganz gut“, sagt er.  
       
  Jäger polierte die Sudkessel immer auf Hochglanz. © Schütze  
  So geht es weiter: Für Jäger endet zwar die Geschichte am Hohen Wall, aber nicht im Unternehmen selbst. An welche Stelle es ihn genau zieht und warum er dort die Zukunft des Dortmunder Bieres prägen könnte: Mehr lesen  
 
   
 
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ENTSCHEIDER DER WOCHE

 
  Hendrik Zeiß – Anwalt, Notar und ehrenamtlicher Vorstandschef  
       
  Hendrik Zeiß wurde von Veronika Riepe nominiert. Als Rechtsanwalt und Notar sowie Partner der Kanzlei Ehlers & Feldmeier mit Sitz in der Dortmunder Innenstadt – mit Blick auf den Volkswohl Bund – verantwortet er das operative Geschäft und berät schwerpunktmäßig im Medizin- und Arbeitsrecht. Zu seinen Mandanten zählen Arbeitgeber ebenso wie Ärzte, etwa bei Praxisgründungen oder Übernahmen. Die Sozietät, deren Wurzeln bis in die 1950er-Jahre in Dortmund zurückreichen, wird von sechs Partnern gemeinschaftlich geführt. Wichtige strategische Entscheidungen treffen sie bewusst im Kollektiv.

Zeiß lebt seit 2005 in Dortmund und hat hier schnell berufliche wie persönliche Netzwerke aufgebaut. Der gebürtige Hattinger engagiert sich seit vielen Jahren im Regionalkreis Dortmund von „Die Familienunternehmer“, dessen Arbeit er heute als Vorsitzender mitprägt. Gemeinsam mit seinem Vorstandsteam organisiert er regelmäßig Veranstaltungen – rund sechs bis zehn pro Jahr –, um den Austausch in der regionalen Wirtschaft zu stärken.
 
 
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ZITAT DER WOCHE

 
 
„Mir wurde gesagt: Wir wissen, wo ihr seid und kommen zu euch. Ob ihr da heil wieder rauskommt, können wir nicht sagen.“

Die Dortmunder Gastronomin Selvi Aksünger wurde nach eigenen Angaben bedroht. Auslöser war ein „Nius“-Bericht über eine von ihr ausgerichtete Abendveranstaltung in der Kantine der Agentur für Arbeit an der Steinstraße, die Aksünger seit dem 1. März 2026 pachtet und betreibt.

 
 
   
 
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WIRTSCHAFTSNEWS

 
  Kriegssorgen vor dem Dubai-Umzug  
       
  Timo Link will mit seiner Familie nach Dubai ziehen. © Schütze  
  Der Dortmunder Unternehmer Timo Link will nach Dubai expandieren. Der Raketenbeschuss auf die Stadt hat ihn geschockt. Doch die Zuversicht lässt er sich nicht nehmen. Mehr lesen  
 
   
  Felix Krämer kämpft um Häuser auf der Brückstraße  
       
  Felix Krämer (l.) zeigt Dirk Schaufelberger (r.), wie er sich die Brückstraße vorstellt. © Schütze  
  Die Häuser in der Brückstraße stehen vor dem wichtigsten Eigentümerwechsel der letzten 30 Jahre. Jetzt ringen Dortmunder Akteure um Einfluss und die Zukunft. Mehr lesen  
 
   
  Als Dortmund die Brückstraße neu erfinden wollte  
       
  Das Komponistenhaus an der Ecke Gerberstraße. © Menne  
  Als die Brückstraße als No-Go-Area galt: Wie die Stadt das verrufene Quartier in den 90er-Jahren aufwerten wollte – und welche Kämpfe sie dabei austragen musste. Einer erinnert sich besonders gut. Mehr lesen  
 
   
  Zwei Entwürfe ringen um das Raiffeisen-Silo  
       
  Diese zwei Entwürfe ringen um den Zuschlag. © Dortmunder Borussia Brauerei GmbH / Henke Siassi Evers Architektur  
  Spektakuläre Pläne für den Siloturm am Dortmunder Hafen: Wird der Komplex zur Heimat der Borussia Brauerei oder entsteht hier ein neues Kreativquartier? Mehr lesen  
 
   
  Dortmunder Möbelgeschäft „Wohnsitz“ schließt  
       
  Das Möbelgeschäft „Wohnsitz“ sitzt an der Ecke Saarlandstraße/Ruhrallee. © Schulze  
  Petra Sonntag-Wagner gibt ihr Möbelgeschäft „Wohnsitz“ an der Saarlandstraße in Dortmund auf. Hier spricht sie über die Gründe für die Schließung. Mehr lesen  
 
   
  Dieses Unternehmen führt seit fünf Generationen ein Wilhelm  
       
  Wilhelm Kanne ist in fünfter Generation Chef der Bäckerei-Gruppe Kanne. © Kipper  
  Wilhelm Kanne Junior lebt für das Bäckerhandwerk. Sein Betrieb setzt auf natürliche Zutaten, regionale Stärke und nachhaltige Entscheidungen – seit Jahrzehnten. Mehr lesen  
 
   
  Neues Leben im Ex-Görtz auf dem Westenhellweg  
       
  Die Einzelhandelskette Miniso wirbt mit einer Neueröffnung. © Schulze  
  Auf dem Westenhellweg steht eine Neueröffnung bevor: Dort, wo zuletzt Görtz Schuhe verkauft hat, gibt es bald Disney-Fanartikel, Plüschtiere, Make-up und mehr. Mehr lesen  
 
   
  Warum Stefan Schweizer (60) die Kanzler-Aktentasche kennt  
       
  Schweizer ist Logistik- und Service-Chef des Gepäckherstellers Tumi in Unna. © Fischer/dpa/M. Kappeler  
  Auch der Kanzler hat eine Tasche von Tumi: Die US-Marke steht für Reisegepäck zum Premiumpreis. In Unna steuert Stefan Schweizer (60) das europäische Herz. Mehr lesen  
 
   
  Roland Klein neuer IHK-Präsident – Dustmann wird Ehrenpräsident  
       
  Hauptgeschäftsführer Stefan Schreiber, Ehrenpräsident Heinz-Herbert Dustmann und IHK-Präsident Roland Klein. © Schütze  
  Heinz-Herbert Dustmann hat sein Amt an Roland Klein übergeben. Die IHK-Vollversammlung votierte mit großer Mehrheit für den Kandidaten, wie die IHK mitteilte. Mehr lesen  
 
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ZAHL DER WOCHE

 
 
22.000.000 Euro

Eines der bestgehüteten Geheimnisse im Dortmunder Westen ist gelüftet: Der neue Investor der Konze-Ruine legt erstmals Pläne, Invest und Zeitrahmen offen.

 
 
   
 
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