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Was heute wichtig ist:
 
 
1. Top-Thema: Dortmunds stiller Weltmarktführer profitiert vom KI-Boom
 
 
2. Entscheider der Woche: Sascha Feldhorst – Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
 
 
3. Zitat der Woche: Roboterhund mit beschränktem Bewachungstalent
 
 
4. Newsflash: Borussia Brauerei kommt an den Hafen
 
 
5. Zahl der Woche: Florianturm
 
   
 
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  Heute von Dennis Pesch  
 
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
  manche Dinge sind so komplex, dass man ein Studium braucht, um sie zu verstehen. So ging es mir kürzlich bei Raith in Dortmund, einem Weltmarktführer, der seit 45 Jahren hier tätig ist und dessen Vision nun anscheinend wahr wird. 

Das Unternehmen hat starke Wachstumsraten, sowohl beim Umsatz als auch bei den Mitarbeiterzahlen. Der Flächenbedarf wurde zuletzt so groß, dass das Unternehmen ein eigenes Experience-Center in Dortmund beim Immobilienentwickler Derwald eröffnet hat, um mehr Platz für die Produktion zu haben.

Dabei ist es schwierig kurz zu erklären, was das Unternehmen genau tut. Denn in der Halbleiter-Branche dreht sich alles immer um das physikalisch Machbare. Fachbegriffe sind hier die Regel der Kommunikation, nicht die Ausnahme. Dieses Knowhow spürt man an allen Ecken und Enden des Unternehmens. Und das kuriose ist: Kaum jemand kennt die Firma, die gerade vom KI-Boom profitiert wie kaum eine andere in Dortmund. 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.
 
  Ihr Dennis Pesch  
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TOP-THEMA

 
  Dortmunds stiller Weltmarktführer profitiert vom KI-Boom  
  Darum geht es: Raith sitzt auf Phoenix-West und baut Maschinen, die für die Herstellung modernster Halbleiter, Laser und Hightech-Bauteile gebraucht werden. Das Unternehmen schreibt mit Elektronenstrahlen Strukturen auf Materialien, die nur wenige Nanometer groß sind - tausendfach dünner als ein menschliches Haar. Der Marktanteil bei Elektronenstrahlgeräten für die Nanostrukturierung liegt nach Unternehmensangaben bei 70 bis 80 Prozent. Vor dreieinhalb Jahren lag der Umsatz bei rund 86 Millionen Euro. Für 2026 peilt CEO Michael Steigerwald 200 Millionen Euro an. Den entscheidenden Impuls liefert der globale KI-Boom.  
       
  CEO Michael Steigerwald erklärt eröffnet das Experience-Center bei Derwald. © Schütze  
  Darum ist es wichtig: KI-Rechenzentren brauchen Prozessoren, die Daten per Licht übertragen. Klassische Kupferverbindungen reichen nicht mehr aus. Für diese Laser braucht man Maschinen von Raith. „Wenn von diesen Lasern nicht eine Milliarde produziert werden, kann die künstliche Intelligenz nicht funktionieren“, sagt Steigerwald. Der globale Technologiehunger trifft damit direkt auf einen Dortmunder Standort und verwandelt ihn in einen der stillen Profiteure des KI-Zeitalters. Für Dortmund bedeutet das: Hier ist nicht nur ein Unternehmen, das wächst. Hier ist ein Unternehmen, das über Jahrzehnte aufgebautes Wissen besitzt, das sich so schnell nicht kopieren lässt.  
 

„Wenn von diesen Lasern nicht eine Milliarde produziert werden, kann die künstliche Intelligenz nicht funktionieren.“


Michael Steigerwald, CEO Raith GmbH, Dortmund
 
  Das sagt Michael Steigerwald: Steigerwald kam vor dreieinhalb Jahren zu Raith und erlebte auf einer Messe in Los Angeles einen Wendepunkt. Kunden, die sonst eine Maschine bestellten, wollten plötzlich zehn. Zurück in Dortmund fiel die Entscheidung: „Okay, jetzt müssen wir dringend was machen.“ Seitdem wächst das Unternehmen in einem Tempo, das ihn selbst überrascht. Weltweit beschäftigt die Raith-Gruppe rund 500 Menschen, am Standort Dortmund und Münster zusammen etwa 240. Dass das Unternehmen heute Private-Equity-Investoren gehört, deren Gesellschaft in Berlin sitzt, ändert an der lokalen Bindung nach Steigerwalds Einschätzung wenig: „Solche Geräte kriegen Sie so schnell nicht woanders gebaut.“  
       
  Ein Raith-Mitarbeiter zeigt Wirtschaftsredakteur Dennis Pesch, wie detailliert die Maschinen von Raith arbeiten. © Schütze  
  So geht es weiter: Um den Wachstumskurs abzusichern, hat Raith auf Phoenix-West ein neues Experience-Center eröffnet, einige Straßen vom bisherigen Sitz entfernt, im Hauptgebäude des Projektentwicklers Derwald. Dort können Kunden sehen, was die Maschinen leisten; durch Glasscheiben blickt man in einen Reinraum. Steigerwald will Raith in Dortmund sichtbarer machen: Er geht öfter zu Netzwerktreffen, nimmt Termine in der Stadt wahr. „In Dortmund begann alles. Hier sind wir erfolgreich.“ Mehr lesen  
 
   
 
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ENTSCHEIDER DER WOCHE

 
  Sascha Feldhorst – Brückenbauer zwischen Wissenschaft und Wirtschaft  
       
  Nominiert wurde Sascha Feldhorst von Fin Geldmacher – als eine Persönlichkeit, die Wissenschaft, Wirtschaft und Menschen auf ungewöhnliche Weise verbindet. Feldhorsts preisgekrönte Dissertation erhielt 2019 den Wissenschaftspreis Logistik und legte den Grundstein für Motion Miners: ein Dortmunder Start-up, das Arbeitsabläufe mit Körpersensoren analysiert, um Belastungen zu erkennen und Bedingungen nachhaltig zu verbessern. Seit 2017 prägt er die Motion Miners GmbH gemeinsam mit CGO Rene Grzeszick und COO Sascha Kaczmarek - ein Team, das ein rund 60-koepfiges Unternehmen in Dortmund aufgebaut hat, indem Zusammenarbeit, Vertrauen und persönliche Weiterentwicklung keine Worthülsen sind, sondern gelebte Praxis.

Abseits des Unternehmens zeigt sich sein Antrieb in mehreren Facetten: Auf dem Fußballplatz entfaltet sich seine Leidenschaft für Teamgeist und Wettbewerb. Im Privaten ist er der zugewandte Familienmensch, für den Zeit mit den Liebsten unverzichtbar ist. Und im Schmallenberger Kreis e.V. engagiert er sich für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis in Dortmund - getrieben von der Überzeugung, dass nachhaltiger Fortschritt vor allem im Miteinander entsteht. Wen Sascha Feldhorst für die nächste Ausgabe nominiert hat, erfahren Sie in einer der kommenden Ausgaben.
 
 
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ZITAT DER WOCHE

 
 
„Einen Nutzen als Wachhund hat der Roboter nicht.“

Malte Schwartz, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters MSE GmbH in Unna. In seinem Firmensitz liegt ein zusammengefalteter Roboterhund in einem weichen Hundekorb, aufgeweckt wird er per Controller, zur Begrüssung hebt er die rechte Pfote. Schwartz setzt den Cyberdog als Testobjekt und Symbol dafür ein, wie sich MSE für das KI-Zeitalter rüstet: mit einem Millionen-Neubau, Einstieg in die Robotik und Tests mit Exoskeletten.

 
 
   
 
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WIRTSCHAFTSNEWS

 
  Politik macht Weg frei für Borussia Brauerei am Hafen  
       
  Soeren Spoo (l.) und Jan-Henrik Gruszecki freuen sich über den Ratsbeschluss. © Pesch  
  Der Stadtrat hat den Weg für die Borussia-Brauerei im Dortmunder Hafen geebnet. An der Speicherstrasse 48 bis 50 soll ein markantes Gebäude mit Siloturm zu einem neuen Anziehungspunkt umgebaut werden – mit Brauerei, Markthalle, Eventflächen und Panoramabar. Mehr lesen  
 
   
  Gourmedo 2026 abgesagt  
       
  2026 wird sich kein Magic Sky über den Friedensplatz spannen. © Schütze  
  Das Kulinarik-Festival Gourmedo findet 2026 nicht statt. Die Veranstalterin Mosaik Management GmbH und ihr Hauptpartner Radeberger haben sich „einvernehmlich“ auf eine Aussetzung geeinigt. Hintergrund ist eine Vertrauenskrise. Mehr lesen  
 
   
  Geierabend: Comeback trotz Insolvenz  
       
  Ein Geierabend-Auftritt im Biergarten von Tante Amanda im Jahr 2024. © Archiv  
  Die Produktionsfirma hinter dem Dortmunder Geierabend ist insolvent. Trotzdem kündigt das Ensemble drei Open-Air-Auftritte im Juli an, im Biergarten von Tante Amanda in Westerfilde. Mehr lesen  
 
   
  Ein dauerhafter Leerstand am Alten Markt  
       
  Leerstand in Top-Lage: Das Ladenlokal an der Adresse Markt 13 wartet auf einen neuen Betreiber. © Schulze  
  Das Ladenlokal des früheren Thüringers am Alten Markt steht seit mehr als zwei Jahren leer. Eigentümer New Yorker hat die Gastrofläche nun erstmals öffentlich inseriert, für 8.000 Euro Kaltmiete plus Nebenkosten. Auf das Inserat sollen sich dennoch mehrere Interessenten gemeldet haben. Mehr lesen  
 
   
  Dortmunds stiller Wirtschaftsmotor  
       
  Prof. Uwe Clausen leitet das Fraunhofer IML seit über 25 Jahren. © Schütze  
  Fernsehgeräte werden absichtlich zu Boden geworfen, Paletten per Kamera individuell erkannt, Software für weltweite Logistikprozesse entwickelt: Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik am Technologiezentrum ist ein unterschätzter Wirtschaftsmotor Dortmunds. Mehr lesen  
 
   
  Pumpkin Garden fällt aus: Pumpkin Beach rückt vor  
       
  Das Team von Pumpkin Palooza plant vier Festivals an vier verschiedenen Dortmunder Standorten. © RN  
  Das geplante Open-Air-Event Pumpkin Garden auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel ist am Lärmschutz gescheitert. Das Umweltamt hat die Genehmigung versagt, die Wohnbebauung liegt nur 75 Meter entfernt. Damit rückt der nächste Termin der Festivalreihe in den Fokus. Mehr lesen  
 
   
  Vom Sandstrahlen in der Garage zur Millionenfirma  
       
  Erkan Doganay, Geschäftsführer der Ares-Gruppe (Spiegel21.de), im Show-Room in Lünen. © Kipper  
  Erkan Doganay ist in einer Dortmunder Zechensiedlung aufgewachsen, hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und stand danach jahrelang mit Strahlsand in den Haaren in einer Garage. Heute beschäftigt seine Ares-Gruppe in Lünen rund 140 Menschen. Mehr lesen  
 
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ZAHL DER WOCHE

 
 
8,48 Millionen

So viel Deutsche Mark kostete die Rettung des Florianturms Ende der 1990er-Jahre. Als das Restaurant Mitte der 90er aufhörte zu rotieren, drohte der Verfall. Doch Dortmund wollte seinen Turm nicht aufgeben. Mehr lesen

 
 
   
 
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LESEEMPFEHLUNG

 
 
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