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Was heute wichtig ist:
 
 
1. Top-Thema: Mit 33 zweimal ausgebrannt: Reinigungschef spricht über seine Grenzen
 
 
2. Entscheider der Woche: Philip Matthias – Spezialprojekte bei Tridelta
 
 
3. Zitat der Woche: Der Fred Feuerstein der Logistik
 
 
4. Newsflash: Einbruchserie trifft Dortmunder Unternehmer
 
 
5. Zahl der Woche: Kirchengemeinde im Westen investiert in ihre Zukunft
 
   
 
Autorenbild von Dennis Pesch
 
  Heute von Dennis Pesch  
 
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
  Nils Jessinghaus hat das Rampenlicht nie gesucht. Seit drei Jahren arbeitet der Jungunternehmer daran, sein Unternehmen zu entwickeln. Dabei ist der Name Jessinghaus in Dortmund und auch in der Reinigungsbranche durchaus bekannt. Nils Jessinghaus selbst aber hat nie damit kokettiert.

Kürzlich habe ich ihn an seinem Unternehmenssitz auf der Märkischen Straße besucht. Dabei bin ich auf einen offenen, gut gelaunten und reflektierten Jungunternehmer getroffen, der offen über die guten und schlechten Seiten von unternehmerischen Erfolgen gesprochen hat.

Dabei hatte er viele gute Nachrichten: Umsatzwachstum, wachsende Mitarbeiterzahlen, ein profitables Unternehmen, sogar ein neuer Name. Aber es ging auch um sensible Themen, die ich aus dem persönlichen Erleben gut nachvollziehen kann. Deshalb glaube ich, dass unser heutiges Top-Thema eine Sache im Unternehmertum anspricht, die viele aus eigener Erfahrung kennen dürften. Darüber reden tun aber die wenigsten.
 
  Ihr Dennis Pesch  
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Illustration eines Balkendiagramms als Symbol für das Top-Thema Wirtschaft
 
 

TOP-THEMA

 
  Mit 33 zweimal ausgebrannt  
  Darum geht es: Nils Jessinghaus (33) führt die Dortmunder Gebäudereinigung „Cleansysteam“, die künftig Jessinghaus Gebäudereinigung heißen wird. 2023 übernahm er das Unternehmen, seitdem wuchs der Umsatz von einem sechsstelligen auf einen siebenstelligen Betrag, mehr als 200 Mitarbeitende kamen dazu – inzwischen arbeiten 237 Menschen für ihn, dazu kommen Aufträge auf Mallorca und Ibiza. Doch der Erfolg hatte einen Preis: Zweimal ist Jessinghaus ausgebrannt. Jetzt spricht er offen darüber.  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Nils Jessinghaus führt die Dortmunder Gebäudereinigung Cleansysteam. © Achilles  
  Darum ist es wichtig: Schwäche gilt bis heute als Angriffsfläche für Konkurrenz und Missgunst, deshalb inszenieren sich viele nachvollziehbarerweise als unverwundbar. Dass ein Dortmunder Unternehmer so offen über Burn-out, Warnsignale des Körpers und professionelle Unterstützung spricht, ist ungewöhnlich und relevant weit über die Reinigungsbranche hinaus.  
 

„Es war wirklich, wie mit Bleiweste zu Hause zu liegen.“


Nils Jessinghaus, Geschäftsführer der Gebäudereinigung Cleansysteam
 
  Das sagt Nils Jessinghaus: Sein Körper habe ihm klare Zeichen gegeben, sagt Jessinghaus rückblickend: Er verlor Haare, seine Haut verschlechterte sich, zweieinhalb Jahre plagte ihn eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Lange funktionierte er trotzdem weiter, weil er glaubte, funktionieren zu müssen, mit Folgen für sein Sozialleben. Inzwischen holte er sich professionelle Unterstützung und versteht das als Training: So wie er zum Sport gehe, um Rückenprobleme zu vermeiden, müsse er es „für die Rübe“ genauso machen.  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Seit Ende 2023 reinigt die Firma auch Neubauprojekte auf Mallorca und Ibiza. © Achilles  
  So geht es weiter: Das Pensum bleibt, denn die Firma soll weiter wachsen, aber Jessinghaus trägt die Last nicht mehr allein. Zum 1. Oktober holt er sich Entlastung in die Führung: „Ich bin keine One-Man-Show.“ Nach innen hat er die Strukturen gestärkt, nach außen folgt jetzt der eigene Stempel: neuer Name, neues Logo, neuer Auftritt. Gerade ist er im Urlaub, ein wenig arbeitet er auch dort. 
  • Warum sich Jessinghaus den Wecker zwei Stunden zu früh stellen musste – und was sich in diesem Urlaub zum ersten Mal ändert, lesen Sie im Porträt.
 
 
   
 
Illustration eines Porträtbildes für Rubrik Entscheiders der Woche
 
 

ENTSCHEIDER DER WOCHE

 
  Philip Matthias – er verwandelt die alte Magnetfabrik in den Tridelta Campus  
    Porträts der Entscheiderin oder des Entscheiders    
  Philip Matthias wurde von Heike Marzen nominiert. Der studierte Physiker aus Göttingen leitet die Spezialprojekte der Tridelta-Gruppe und gehört zur zweiten Generation der Unternehmerfamilie, die das Gelände der früheren Magnetfabrik in Aplerbeck seit 2000 besitzt. Als Bauleiter verantwortete er dort die Verwandlung der alten Werkshallen in den Tridelta Campus Dortmund: rund 25.000 Quadratmeter Mietfläche, auf die inzwischen mehr als 20 Unternehmen mit über 400 Beschäftigten gezogen sind. Magnete werden weiter am Standort produziert.

Was ihn antreibt, ist der Reiz, 100 Jahre alte Industriearchitektur in moderne Räume zu überführen und solche Orte wiederzubeleben. Der nächste Schritt bahnt sich jetzt an: Auf Phoenix-West will Tridelta seine Dortmunder Aktivitäten ausweiten. Der Wissenschaft ist Matthias dabei treu geblieben. Zuletzt veröffentlichte er eine Arbeit in einem Fachjournal der Royal Society, das nächste Paper sei schon in Arbeit. Und im Winter geht es in die Berge, dort steht er als Skilehrer auf der Piste.
 
 
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Illustration eines Zitats als Symbol für Wirtschaftsthemen
 
 

ZITAT DER WOCHE

 
 
„Ich erkläre dann freundlich, dass das ein Lastenrad ist und kein LKW.“

Oliver Raukohl, Cargobike-Fahrer bei der Spedition Dachser. Sein Lieferwagen sieht zwar aus wie ein Mini-LKW, aber der Fahrer kommt nur mit Beinarbeit vorwärts. Wie fortschrittlich ist das Cargobike?

 
 
   
 
Illustration eines Smartphones mit Diagramm als Symbol für Wirtschaftsnews
 
 

WIRTSCHAFTSNEWS

 
  Dortmunder Unternehmer verzweifelt an Einbruchserie  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Jan Bruder zeigt den traurigen Rest Messing. Mehr haben die Einbrecher nicht übriggelassen. © Schaper  
  Dreimal in sechs Wochen sind Einbrecher bei der Mebrutec GmbH in Brackel eingestiegen. Zurück bleiben eingeschlagene Scheiben, leere Regale und massive Schäden. Wie der Betrieb jetzt weitermacht: Mehr lesen  
 
   
  Anmietungsfonds will Dortmunds City beleben Erster Mieter weiß nicht, wie es weitergeht  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Oliver Scott ist Geschäftsführer der Club Mumbai Palais GmbH, die hinter dem Skate- und Streetwear-Shop an der Viktoriastraße steht. © Pesch  
  Mit dem Anmietungsfonds verspricht die Stadt dauerhafte Ansiedlungen in der Innenstadt. Ausgerechnet der erste Mieter des Programms könnte die City nun wieder verlassen – die Stadt sieht sich dennoch auf einem guten Weg. Woran es hakt: Mehr lesen  
 
   
  Insolvenzen in der Hellweg-Gruppe: Welche Investoren jetzt zuschlagen könnten  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Der Experte Philipp Hoog ordnet ein, wie es nach der Insolvenz von Hellweg und Gartencenter Augsburg weitergehen könnte. © Schaper  
  Zerschlagung, Verkauf oder Gesundschrumpfen? Handelsexperte Philipp Hoog analysiert die Zukunft der insolventen Hellweg-Gruppe und des Gartencenters Augsburg. Ein Szenario hält er dabei für ausgeschlossen. Mehr lesen  
 
   
  Dortmunder Klimaanlagen-Bauer erlebt Rekord-Ansturm  
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  Luca Ebenrecht und Nico Ebenrecht führen die KS Klima-Service in Dortmund. © Achilles  
  Rund 80 Anfragen in wenigen Wochen: Die KS Klima-Service erlebt einen Sommer, wie ihn der Betrieb noch nicht gesehen hat. Neue Termine gibt es erst wieder ab August. Mehr lesen  
 
   
  Axel Schroeder (70) denkt nicht ans Aufhören  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Axel Schroeder steht in seinem Geschäft Postergalerie an der Kampstraße in Dortmund. © Schaper  
  Die Postergalerie an der Kampstraße baut um und verkleinert sich. Für Gründer Axel Schroeder ist das kein Abschied, sondern das nächste Kapitel eines ungewöhnlichen Lebenswegs zwischen Ladentheke und Therapiepraxis. Mehr lesen  
 
   
  1500 Demonstranten ziehen bei IG-Metall-Demo über Wallring  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Rund 1500 Menschen protestierten in Dortmund gegen die Reformpläne der Bundesregierung. © Pesch  
  Die IG Metall hat ihren Protest gegen die Sozialstaatspläne der Bundesregierung nach Dortmund gebracht. Ein Betriebsrat von Thyssenkrupp Rothe Erde sprach von einer „Ohrfeige“. Mehr lesen  
 
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Illustration eines Prozentzeichens als Symbol für die Zahl der Woche
 
 

ZAHL DER WOCHE

 
 
3,5 Millionen Euro

So viel investiert die evangelische Christus-Gemeinde in Lütgendortmund in ein neues, modernes Gemeindehaus. Das bisherige Martin-Luther-King-Haus hat die Gemeinde verkauft und trennt sich damit von ihrem Altbau. Für den Dortmunder Westen ist der Neubau ein sichtbares Bekenntnis zum Standort.

 
 
   
 
Illustration einer Lesebrille als Symbol für Leseempfehlungen
 
 

LESEEMPFEHLUNG

 
 
  • Früher Spitzenkoch für den BVB, heute McDonald's „Ich möchte nie wieder was anderes“ Mehr
  • Thai-Köchin irritiert über Gerichte Expertin testet Restaurant Blue Elephant bei Dortmund Mehr
  • Taxi-Preise steigen, für Mietwagen gelten Mindestpreise Neue Regeln für Dortmund Mehr
 
 
   
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