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Was heute wichtig ist:
 
 
1. Top-Thema: Vom Kassenjob zur Prokura – der Aufstieg von Karola Lappenbusch
 
 
2. Entscheider der Woche: Christoph Brücher – Er übernahm ein 55 Jahre altes Maklerhaus 
 
 
3. Zitat der Woche: Hendrik Wüst ehrt Heinz-Herbert Dustmann
 
 
4. Newsflash: Kraemers Kehrtwende
 
 
5. Zahl der Woche: Millionen für die Jobeingliederung
 
   
 
Autorenbild von Dennis Pesch
 
  Heute von Dennis Pesch  
 
 

Liebe Leserin, lieber Leser,

 
  in unserer Rubrik Entscheider der Woche stellen wir Ihnen jede Woche neue Persönlichkeiten aus der Dortmunder Wirtschaft vor. Zuletzt war auch Karola Lappenbusch dabei. Als Heike Marzen sie nominiert hat, kannte ich sie noch nicht.

Manchmal ist es dann so, dass aus diesen Nominierungen Geschichten entstehen, die wir hier weiter erzählen können. So war es kürzlich bei Karola Lappenbusch. Ich habe sie und Stefan Grubendorfer vergangene Woche im Marktkauf in Aplerbeck getroffen.

Ihre Karriere hat teilweise märchenhafte Züge. Sie bewarb sich als Kassiererin und stieg in wenigen Wochen in die Geschäftsführung auf. Wie sie das geschafft hat und was das mit Erdbeertörtchen zu tun hat, lesen Sie im heutigen Top-Thema.
 
  Ihr Dennis Pesch  
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Illustration eines Balkendiagramms als Symbol für das Top-Thema Wirtschaft
 
 

TOP-THEMA

 
  Vom Kassenjob zur Prokura  
  Karola Lappenbusch bewarb sich 2020 an der Kasse eines Edeka-Marktes – drei Wochen später stand ihr Schreibtisch im Chefbüro.

Darum geht es: Karola Lappenbusch (39) ist Prokuristin der Stefan Grubendorfer KG, die den Edeka in Herdecke und seit Juli 2024 den Marktkauf in Dortmund-Aplerbeck führt. Angefangen hat sie im Frühjahr 2020 an der Kasse in Herdecke – nach ihrer ersten Schicht legte sie ihrem neuen Chef fünf Zettel mit Verbesserungsvorschlägen auf den Tisch. Ende der Woche stellte Stefan Grubendorfer einen zweiten Schreibtisch in sein Büro. Er macht das Tagesgeschäft, sie die Strategie.
 
    Beitragsbild zum Artikel    
  Karola Lappenbusch hat an der Kasse begonnen. © Körner  
  Darum ist es wichtig: Aus dem einstelligen Millionenumsatz in Herdecke ist ein mittlerer zweistelliger geworden, 5500 Quadratmeter Verkaufsfläche in Aplerbeck, 60.000 Artikel, mehr als 180 direkte Lieferanten. Für Dortmund heißt das: Ein Standort, den Real aufgegeben hatte, wird von einem Familienbetrieb aus dem Nachbarkreis wiederbelebt. Und die Geschichte zeigt, was passiert, wenn ein Unternehmer eine überqualifizierte Bewerbung nicht aussortiert, sondern zurückruft.  
 

„Ich kann sehr gut die richtigen Entscheidungen treffen. Kann man das so platt sagen?“


Karola Lappenbusch, Prokuristin der Stefan Grubendorfer KG
 
  Das sagen die Beteiligten: Grubendorfer beschreibt ihre Arbeitsweise so: Nach anderthalb Stunden fasse sie alles in einen Satz zusammen, mache die Mappe zu und stelle fest, dass man sich einig sei. Lappenbusch selbst erzählt, sie habe vor allem wegen der Erdbeertörtchen zugesagt, die im Vorstellungsgespräch auf dem Tisch standen, weil die Konditoreien im Frühjahr 2020 geschlossen waren. Zuvor hatte sie zehn Jahre bei Thalia in Hagen gearbeitet, vom Azubi bis ins Projektmanagement. Was sie bei Thalia als Abteilungen kannte, baute sie in Herdecke von null auf.  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Karola Lappenbusch und Stefan Grubendorfer im Marktkauf in Dortmund-Aplerbeck. © Körner  
  So geht es weiter: Die härteste Prüfung kam am 2. August 2020, als ein Schwelbrand den Markt in Herdecke unbrauchbar machte. Die Versicherung rechnete mit zwei Jahren Bauzeit, im Dezember war wieder geöffnet. Ein Jahr später bot Edeka den beiden den früheren Real in Aplerbeck an.
  • Wie sie einen den Markt in vier statt 24 Monaten wieder aufbauten und was sie zu einer möglichen Expansion sagen.
 
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Illustration eines Porträtbildes für Rubrik Entscheiders der Woche
 
 

ENTSCHEIDER DER WOCHE

 
  Christoph Brücher – der Makler, der ein Traditionshaus übernahm  
    Porträts der Entscheiderin oder des Entscheiders    
  Christoph Brücher wurde von Dr. Michael Steigerwald und Dr. Kathrin Baas nominiert. Der gebürtige Dortmunder startete 1993 bei der Gothaer Versicherung, war danach Direktionsbeauftragter der VHV, Niederlassungsleiter bei Dr. Schmidt & Erdsiek und Geschäftsführer der LUEG Versicherungsmakler GmbH. 2015 wechselte er zur adesso AG und baute dort den Bereich Cyber Risk auf. Mit dem IT-Dienstleister gründete er die alleato assekuranzmakler GmbH und führte sie bis 2019.

Der Wendepunkt kam 55 Jahre nach der Gründung des Dortmunder Maklerhauses Marx & Marx: Brücher übernahm die Gesellschaftsanteile. Dort ist er Gesellschafter, gemeinsam mit Christian Hoppe (in Rente, aber noch dort tätig) und Björn Groß mit dem Schwerpunkt Gewerbe- und Industriekunden. 2023 stieg Marx & Marx bei der Sparkassen Finanzdienste Dortmund Versicherungsmakler ein, deren Geschäftsführung Brücher mitverantwortet. Brücher ist in der lokalen Wirtschaft und Versicherungsbranche stark vernetzt und engagiert sich in der Qualitätsroute Dortmund und im Westfälischen Industrieklub. Privat steht seine Familie an erster Stelle.
 
 
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Illustration eines Zitats als Symbol für Wirtschaftsthemen
 
 

ZITAT DER WOCHE

 
 
„Heinz-Herbert Dustmann hat die IHK zu Dortmund über Jahrzehnte geprägt und damit auch ein Stück Wirtschaftsgeschichte in dieser Region geschrieben.“

Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Wüst kam am Freitag (4.9.) persönlich zum „Tag des Ehrenamts“ in die IHK zu Dortmund, um Dustmann zu verabschieden. Der 73-jährige Chef der Dula-Gruppe stand von 2016 bis März 2026 an der Spitze der Kammer und ist erst der fünfte Ehrenpräsident in ihrer mehr als 160-jährigen Geschichte.

 
 
   
 
Illustration eines Smartphones mit Diagramm als Symbol für Wirtschaftsnews
 
 

WIRTSCHAFTSNEWS

 
  Jean Pierre Kraemer vollzieht Kehrtwende   
    Beitragsbild zum Artikel    
  Jean Pierre Kraemer. © IMAGO/Future Image  
  Sechs Tage nach dem angekündigten Ende aller seiner Firmen öffnen drei Betriebe wieder. Unterzeichnet ist die Ankündigung nicht von Kraemer, sondern von den Teams. Wer die Läden künftig operativ führt, bleibt offen. Mehr lesen  
 
   
  Dortmunds Ämter treiben Escape-Room-Betreiber in den Wahnsinn  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Jens Gescher steht an der B1. Hier fand eine Lärmschutzprüfung statt, an einer der meistbefahrenen Straßen der Bundesrepublik. © Schütze  
  An der lautesten Straße der Stadt sollten Jens Gescher und Eric Wolanski einen Schallschutznachweis erbringen, am Westenhellweg Metallstäbe vor Fenster montieren, die hinter Kulissen verschwinden. Die Stadt verweist auf gesetzliche Anforderungen. Mehr lesen  
 
   
  Insolvenz trifft Möbelhändler BoConcept in Dortmund   
    Beitragsbild zum Artikel    
  Die Zukunft von BoConcept an der Hansastraße ist ungewiss. © Storks  
  Über die Bochumer Betreibergesellschaft GR Interior läuft seit dem 13. August ein vorläufiges Insolvenzverfahren, betroffen sind sechs Standorte in NRW. Geprüft werden eine Sanierung in Eigenverwaltung und der Einstieg eines Investors. Mehr lesen  
 
   
  Dortmunder Sparkassen-Vorstand Peter Orth hört Mitte 2027 auf  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Peter Orth hielt kürzlich eine Laudatio beim renommierten Dortmunder Wirtschaftspreis. © Achilles  
  Zum 30. Juni 2027 verlässt Peter Orth aus persönlichen Gründen den Vorstand der Sparkasse Dortmund. Seit 2018 verantwortet er das Firmenkundengeschäft mit rund 20.000 Firmenkunden, Private Banking und Corporate Finance. Dem Verwaltungsrat bleiben knapp zehn Monate, um ein Ressort neu zu besetzen, das vom Vertrauen zwischen Bank und Unternehmern lebt. Mehr lesen  
 
   
  Allein unter 100 Männern: Im Büro sitzen kam für Zimmerin Nina Bungart nie infrage  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Nina Bungart (22) ist die beste Zimmerer-Auszubildende in der Kreishandwerkerschaft. © Kipper  
  Ihren Weg in das Handwerk fand die 22-Jährige aus Dortmund-Brechten über ein Praktikum bei einem Zimmerer in der Bretagne. Heute ist sie Prüfungsbeste ihres Jahrgangs und die einzige Gesellin bei DK-Holzkonzept in Lünen – von einer Frauenquote hält sie trotzdem nichts. Mehr lesen  
 
   
  Dortmunds nobelste Küchen werden am Phoenix-See verkauft: Mit 28 ist Carlo Arnhold der Chef  
    Beitragsbild zum Artikel    
  Kochinsel mit Seeblick: Carlo Arnhold in der Ausstellung am Phoenix-See. © Schütze  
  Rund 100.000 Euro gibt ein Kunde im Schnitt für eine Küche aus, allein ein Backofen kann 6000 Euro kosten. Carlo Arnhold führt das einzige lizenzierte Bulthaup-Studio im Ruhrgebiet seit wenigen Wochen zu gleichen Teilen mit seinem Vater Ralf und betreibt nebenan ein Café, das den Namen des Vaters trägt. Mehr lesen  
 
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Illustration eines Prozentzeichens als Symbol für die Zahl der Woche
 
 

ZAHL DER WOCHE

 
 
61,1 Millionen Euro

So viel Geld floss beim Jobcenter Dortmund 2025 in Eingliederungsleistungen, also in Qualifizierung, Förderung und Vermittlung von Arbeitsuchenden. Das ist deutlich weniger als 2024. Ein Teil der zur Verfügung stehenden Fördermittel blieb damit ungenutzt. Quelle: Jobcenter Dortmund.

 
 
   
 
Illustration einer Lesebrille als Symbol für Leseempfehlungen
 
 

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